Was die Zukunft bringt

Ein tatsächlicher Blick in die Zukunft ist uns verwehrt. Weder die persönliche Zukunft, noch die Zukunft der Menschheit ist vorhersagbar. Es hängt von zu vielen Imponderabilien ab, wie sich alles entwickelt.

Eines kann man teilweise abschätzen: Welche Wünsche schlummern in uns und welche davon haben eine Chance, mit der möglichen technologischen Entwicklung in Einklang gebracht zu werden.

Die Triebfedern der Menschheit werden in den nächsten Jahren wohl weiterhin Macht und Geld sein. Beides trifft sich im militärischen Bereich, deshalb kann davon ausgegangen werden, dass viele Entwicklungen über diese Schiene zur Realisierung gelangen.

Die fortschreitende Wachstums- und Konsumspirale wird das Ende der Marktwirtschaft einläuten. Es wird eine große Herausforderung sein, auf Wirtschaftswachstum - einhergehend mit einschneidenden Verlusten bei der Beschäftigung - verzichten zu müssen. Man wird viele Geschäftsideen benötigen, um wegfallende Arbeitsplätze zu kompensieren. (Einige Ideen sind in diesem Papier erwähnt, bzw. in Anhängen ausführlich beschrieben.)

Es wird (wahrscheinlich erst im 22.Jhdt.) eine altruistische Welle neue Ideen und Entwicklungen vorantreiben.
Inwieweit diese konträren Ziele zum Durchbruch kommen und ob sie nebeneinander oder in (gewalttätiger?) Konkurrenz entstehen werden, lässt sich nicht absehen. Die nachfolgend dargestellten Szenarien gehen davon aus, dass eine Sinneswandlung ins Positive auf mittlere Sicht stattfinden wird.

Teilweise können schon heute die Weichen dazu gestellt werden - den Entscheidungsträgern, die eine Änderung bewirken können, ist ein eigenes Dokument gewidmet:

Wissenschaft

⏹ Forschungsschwerpunkte

Forschung kann aus firmeneigenen Interessen heraus geschehen oder auch staatlicherseits gefördert werden. Anfänglich ist Forschung darauf zielgerichtet, Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung zu sichern.

In einem späteren Stadium (in der postmarktwirtschaftlichen Periode) heißt das Ziel, zum Ausgleich von weggefallenen Arbeitsplätzen, neue lukrative Geschäftsfelder zu begründen.

Die Forschung wird sich im 21. Jhdt. auf fokussieren
Im 22. Jhdt. zusätzlich auf

⏹ Psychologie

Das Ansehen der Psychologie wird (im 22. Jhdt.) höher sein, als das der Naturwissenschaft.

Die Verbreitung von Methoden der Manipulation von Menschen durch Ideologien oder Religionen wird schon in der nahen Zukunft einem Kulminationspunkt entgegen streben. Es wird eine große Herausforderung sein, derart indoktrinierte Menschen in die Ge meinschaft wieder einzugliedern.
Es wird sich dann die Erkenntnis durchsetzen, dass das Zusammen leben der Menschen wichtiger ist, als jeder technologische Fort schritt.

In den Schulen und Universitäten werden gezielt altruistische Führungspersönlichkeiten ausgebildet. Vorbilder sind Nelson Mandela, Mahatma Gandhi etc. Die psychologische Ausbildung wird vorwiegend vom Staat finan ziert.

⏹ Naturwissenschaften

Die klassischen Naturwissenschaften werden weiterhin sehr gefördert. In den Industrienationen gehört eine wissenschaftliche Ausbildung in Physik, Mathematik, Elektronik, Biologie etc. zum Standard. Die MINT-Ausbildung wird zur Gänze von der Industrie finanziert.

⏹ Wissenstransfer

Die Synapsen im menschlichen Gehirn können „aufnahmebereit“ geschaltet werden, sodass Ältere die Lernfähigkeit von Kindern wieder erlangen können. Faktenwissen wird zu einem guten Teil durch elektronische Koppelung mit Gehirnen (auch verstorbener) Wissenschaftler oder aus Computersystemen transferiert.

Sinneswahrnehmung

⏹ Mehr als 5 Sinne

Mit unseren Sinnen können wir nur einen winzigen Bruchteil der Realität erkennen. Selbst Sinnesorgane mancher Tiere sind exakter oder erfassen ein größeres Spektrum als der Mensch.
Technische Hilfsmittel erlauben uns heute schon weit über unsere Sinnesorgane hinaus Erkenntnisse zu gewinnen.
Siehe auch:

⏹ Spektroskopie

In der Kommunikationstechnik, der Medizin, der Astronomie etc. werden heute schon Hilfsmittel verwendet, um unsere Sinne zu er weitern: Radiowellen, Mikrowellen, Infrarot, Ultraschall, UV-Strahlung, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung…
Radar und Echolot sind Technologien, die eine Weiterentwicklung geradezu herausfordern.
Spionageflugzeuge/Drohnen werden neben Radar mit zusätzlichen Detektoren (abgeleitet von aus der Astronomie bekannten Tools) ausgestattet sein, sodass bereits aus großer Entfernung die Objekte am Boden und auch darunter analysiert werden können. So wird es beispielsweise möglich sein, Sprengstoff-/Munitionslager exakt zu vermessen und gezielt zu zerstören.

⏹ Gedankensteuerung in sensiblen Bereichen

Die Steuerung von Maschinen durch Gedanken wird entscheidend ausgeweitet. Nicht nur mit dem Körper direkt verbundene Geräte (z.B. künstliche Extremitäten), sondern auch unabhängige Geräte (z.B. Drohnen) können per Gedanken gesteuert werden. Der Einsatzbereich dieser Geräte ist vielfältig: Operationssaal, Atomkraftwerk, andere gefährliche Bereiche, staubfreie Produktionsbereiche…

⏹ Ultraschallvisualisierung „Fledermaus“

Drohnen werden von Piloten gesteuert, die z.B. zusätzlich zu Filmkameras Echolotauswertungen verwenden. Der Pilot (im Kommandoraum sitzend) wird beispielsweise seine Hände in einen Cyberhandschuh stecken und so über die Fingerspitzen Ultraschallsignale einer Drohne empfangen und im Kopf mit Kamerabildern verknüpfen, sodass auch bei absoluter Dunkelheit Objekte erkannt werden können.

⏹ Zeitdehnung

Bekanntlich ist das individuelle Zeitgefühl in verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich. Während die Zeit für Kinder und Ju gendliche langsamer zu vergehen scheint, beschleunigt sich der Ablauf der Zeit im Alter deutlich.
Es wird individuell steuerbar sein, ob die Zeit schnell oder langsam vergehen soll.  

Ressourcen

⏹ Ressourcenknappheit

Ressourcen werden in vielen Bereichen knapp. Hat man sich früher hauptsächlich auf Erdölknappheit fokussiert, gehört heute auch die Knappheit von seltenen Erden und von Trinkwasser zum Allgemeinwissen.
Bei Ressourcenknappheit geht es nicht nur darum, dass ein bestimmter Rohstoff (fast) nicht mehr zur Verfügung steht, sondern darum, dass die Gewinnungsmethoden immer radikaler werden. Am Beispiel Erdöl/Erdgas ist dies besonders deutlich: Tiefseebohrungen (Deepwater Horizon) und Fracking haben das Problem auch der Allgemeinheit bewusst gemacht. Die Umweltschädlichkeit dieser Gewinnungsmethoden bedarf keiner weiteren Erläuterung.

⏹ Ersatzrohstoffe

Bei seltenen Erden wird die Verknappung viel früher eintreten. Auch hier ist mit forciertem Abbau zu rechnen. Wenn dieser Abbau zu teuer wird, werden Ersatztechnologien gefunden und Ersatzrohstoffe verwendet werden. Am Ende wird auch deren Abbau zu teuer werden, sodass man sich neuen Ersatzrohstoffen zuwenden wird.
Der Abbau von Bodenschätzen geschieht oft unkoordiniert und ressourcenvergeudend. Soll ein Mineral gewonnen werden, bleibt Aushubmaterial übrig, das anderweitig möglicherweise verwendet werden könnte.

Ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell wird sein, die Verwertbarkeit des „Abfalls“ zu analysieren und zusätzliche Verwertungsvorschläge zu machen.

Auch organische Ersatzrohstoffe werden bald entwickelt werden. Es werden Papier, Haut (Leder) mittels Gentechnik gezüchtet. Es werden immer mehr spezifische organische Rohstoffe erfunden und damit auch ganz neue Materialien nutzbar gemacht.

⏹ Soziale Spannungen

Längerfristig ist folgendes Szenario zu erwarten: Der Verbrauch an Ressourcen steigt exponentiell, einhergehend mit immer schwerwiegenderen Umweltbelastungen. Die Exploration von Mineralien und Ersatzstoffen wird unter Inkaufnahme höherer Preise und umweltbelastender Abbaumethoden vorangetrieben. In weiterer Folge rücken Rohstoffe im Weltall in den Focus. Der Abbau von Ressourcen aus dem Weltall wird dabei vom Markt gesteuert. Die Preise für Konsumgüter steigen (infolge der immer teureren Rohstoffgewinnung) zwangsläufig ebenfalls rasant, sodass sich nur die wirklich Reichen Luxus leisten können. Im Gegenzug nimmt die Anzahl der Besitzlosen weiter zu. Soziale Spannungen führen zu Gewalt und Revolution. In diesem Umfeld sind demokratische Strukturen schwer haltbar.
Soziale Revolten werden auch mit Kampfrobotern geführt werden. Die Entwicklung und der Bau von Kampfrobotern wird zwar (ähnlich wie heute der Bau und der Besitz von Atomwaffen) von internationalen Abkommen beschränkt werden, unterdrückte oder machtorientierte Gruppen werden sich dennoch der Technologie der Kampfroboter bedienen. Es wird eine große Herausforderung sein, den illegalen Besitz von Kampfrobotern zu verhindern.  

Ernährung

⏹ Algen

In allen wärmeren Gewässern wird es Algenfarmen geben, die automatisch von Tauchrobotern abgeerntet werden.

⏹ Würmer, Raupen, Insekten

Viele Kleinlebewesen werden zur Nahrungsgewinnung heran gezogen. Es gibt abwechslungsreiche und wohlschmeckende Zubereitung. Der Verzehr von Schweinen, Rindern und Geflügel wird gesellschaftlich wenig anerkannt sein und bildet nur mehr einen geringen Teil der Nahrungsversorgung.
Dennoch werden Tiere gezüchtet und Wildtiere geschützt. Dem Artenschutz kommt hohe Bedeutung zu.

⏹ Fische

Der Verzehr von Fischen ist verpönt, weil die Überfischung schon fast zu einem Aussterben aller begehrten Fischarten geführt hat.

⏹ Fleischproduktion

Fleisch und Fisch werden gentechnisch im Labor erzeugt. Vorteile: Der Produktionszyklus wird abgekürzt, das Verfahren ist weniger umweltschädlich als Viehzucht/Fischfang, dazu noch kostengünstiger und bringt ein besseres Ergebnis (keine Flachsen o.ä.).
Parallel werden weiterhin Tiere gezüchtet, um das Umweltgleichgewicht zu erhalten. Viehzucht dient etwa dem Sport (reiten) oder der Pflege von Wiesen und Wäldern (Schafe, Kühe und anderes Weidetier).

Weltraum

⏹ Mond

Der nächste Schritt zur Eroberung des Weltraums wird von einem wirtschaftlich und technologisch aufstrebenden Land (etwa Indien oder China) erfolgen: Es wird die Errichtung einer Mondstation sein. Eine Mondstation im Sinne der ISS, nicht ein Besiedlungsprojekt, weil dazu fürs erste noch die Vorrausetzungen fehlen.

⏹ Mars

Die Reise zum Mars und dessen Besiedlung wird noch Jahrzehnte dauern.
Terraforming-Technologien werden (z.B. um den Klimawandel zu stoppen) vorher auf der Erde getestet. Diese Technologien müssen erst ausgereift sein, um sie auf einem anderen Planeten (allenfalls im gegenläufigen Sinn) zum Einsatz zu bringen. Dann dauert es noch Jahrhunderte bis die Effekte auch wirken. Die Eroberung des Mars wird jedenfalls zahlreiche Opfer erfordern – Strahlentote, Abstürze, steuerungslose Raumschiffe…

⏹ Unbemannte Raumforschung

Die Rolle des Menschen für Erkundungsmissionen im Weltraum wird weniger bedeutend sein. An Bord von Raumschiffen werden vor allem technische Geräte sein, die mit der Bodenstation eng verbunden sind. In der Bodenstation werden speziell geschulte Techniker sitzen, die mit Detektoren im Raumschiff verbunden sind und so die Raumfahrt live (mit Zeitverzögerung) miterleben. Für Erkundungsmissionen wird daher körperliche Fitness nicht mehr unbedingt notwendig sein. Erfahrung und Wissen werden mehr zählen.

⏹ Jupitermonde

Es werden Monde im eigenen Sonnensystem (z.B. Jupitermonde) mit Sonden und später auch durch Menschen erforscht. Im 22. Jhdt. werden auch Raumstationen auf Monden in unserem Sonnensystem errichtet. Auf mindestens einem Himmelskörper wird mit Terraforming begonnen.

Um einen von der Sonne weit entfernten Mond oder Asterioden bewohnbar zu machen, wird eine Technologie entwickelt, Sonnenstrahlen zu bündeln. Die Energieanlage wird in einem der Lagrange-Punkte des Zielobjekts geparkt sein.

Ein Konkurrenzprojekt wird die Errichtung einer Kernfusionsanlage auf einem sonnenfernen Objekt sein. Damit wird der Himmelskörper partiell aufgeheizt werden. Auch dieses Projekt wird jedenfalls auf einem Himmelskörper in unserem eigenen Sonnensystem etabliert, der über ausreichende Eisvorräte verfügt und dessen Oberfläche Höhlenstrukturen aufweist. In den Höhlen werden strahlengeschützte Habitate für Menschen errichtet.

In den aufgewärmten Regionen wird Ackerbau und Viehzucht betrieben werden.

Es wird Jahrhunderte dauern, bis Terraforming greift und Jahrtausende bis ein Leben ähnlich dem auf der Erde möglich sein wird.
Siehe auch:

⏹ Exoplaneten

Die Beobachtung von Exoplaneten wird noch Jahrhunderte von der Erde bzw. von Raumstationen in unserem Sonnensystem aus erfolgen. Es werden zwar zahlreiche selbststeuernde Robotersysteme in benachbarte Sonnensysteme entsendet werden. Die Rückmeldung von Daten wird aber so lange dauern, dass bemannte Missionen außerhalb unseres Sonnensystems undenkbar bleiben.
Siehe auch:

⏹ Raketen

Start- und Landung von Raumschiffen wird zwangsläufig komplett anders verlaufen als heute. Es wird womöglich anstelle von Raketen einen „Aufzug zum Orbit“ geben.
Das wäre eine Kapsel, die an einem Seil (einer biegsamen Stange) befestigt ist und mit Gasdruck (ähnlich wie ein Heißluftballon) zur Orbitstation fährt. Die Station ist nicht wirklich im Orbit, sondern nur so hoch oben, dass von dort aus Weltraum-Shuttles mit geringem Energieaufwand starten können.

⏹ Rohstoffgewinnung

Die kostengünstigste Variante Mineralien aus dem Weltall zu gewinnen wird das „Einfangen“ von Kometen sein. Der Komet wird dann in einer Erdumlaufbahn geparkt und Rohstoffe werden mittels Shuttle zur Erde verbracht.

⏹ Intelligente Lebewesen

Es ist praktisch auszuschließen, dass wir intelligentem Leben begegnen werden. Welche Möglichkeiten es dennoch geben könnte, sind in einem eigenen Dokument beschrieben:

⏹ Besiedlung anderer Himmelskörper

Aufbauend auf heutiger Technologie sind nur Objekte innerhalb der „habitablen“ Zone für eine menschliche Besiedlung geeignet. Das sind praktisch nur der Mond und der Mars. Allenfalls noch ein größerer Meteorit, der in Nähe der Erde künstlich „geparkt“ werden müsste.
Die technischen Probleme sind enorm. Dennoch wird im 22. Jhdt. eine Besiedlung starten.
Nach Energieinnovationen (z.B. Sonnenenergie über große Distanzen zu übertragen) kommen auch enferntere Himmelskörper in unserem Sonnensystem zur Besiedlung in Frage. Entscheidend wird die Lösung des Energieproblems sein, dann können auchkünstliche Magnetfelder zur Vorbereitung von Terraforming (z.B. am Mars) errichtet werden.
Das Erreichen von Exoplaneten durch Menschen wird nicht möglich sein, allenfalls in sehr ferner Zukunft die Initialzündung für neue menschliche Populationen in anderen Sonnensystemen.
Siehe auch Ausführungen in diesen Dokumenten:

Wirtschaft

⏹ Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit

Das Ziel der Unternehmen ist (ca. ab dem 22. Jhdt.) nicht mehr die Gewinnmaximierung, sondern das Aufscheinen im Ranking der „unrentierlichen Investitionen“ (=Spenden, Ausbildungskosten). Daher ist auch die Verknüpfung von Beschäftigung und Wirtschaftswachstum nicht mehr gegeben.
Eine Wertschöpfungsabgabe wird sich erst spät durchgesetzen, bis dahin müssen Industrie und Dienstleister in Universitäten, in den Wohnungsbau und in die Altersversorgung direkt investieren.

⏹ Langlebige Produkte

Da Gewinnmaximierung obsolet geworden ist (wahrscheinlich erst im 22. Jhdt.), wird vermehrt in die Haltbarkeit der Produkte investiert.
Begonnen hat diese Entwicklung mit der der Raumfahrttechnologie. Bei viele Jahre andauernden Forschungsmissionen ist eine nachträgliche Reparatur von defekten Teilen kaum möglich. Es muss alles möglichst langlebig und reparaturfreundlich konstruiert werden. Um langlebige Produkte zu fördern, wird es in allen Industriestaaten steuerliche Unterstützungs- bzw. Bestrafungsmodelle (Gewährleistungsstandards) geben.

⏹ Ausbeutung der Tiefsee

Tauchroboter werden auch die tiefsten Meeresböden erforschen, sodass die Gewinnung von Erzen aus diesem Bereich kein Problem mehr darstellen wird. Vollautomatische Anlagen zum Abbau von Mineralien werden ferngesteuert bzw. werden auch autark tätig. Die Technologie von automatisch gesteuerten Anlagen kommt aus der Weltraumforschung, weil dort eine Fernsteuerung von der Erde wegen der Zeitverzögerung kaum möglich ist.
Am Meeresboden gewonnenes Erz wird mit Luftkammern an die Oberfläche gebracht.

⏹ Ausbeutung im Weltraum

Siehe Kapitel Weltraum

Unrentierliche Investitionen

⏹ Spenden
Marshall-Plan für die 3.Welt

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Das wissen auch die Superreichen. Sie werden daher große Vermögensteile spenden.
Es wird eine Liste der größten Spender geben, auf der jeder, der dazugehören möchte, auch aufscheinen will. Reichtum und Besitz werden in der öffentlichen Meinung negativ bewertet. Die Industriestaaten werden (zwangsläufig) auch in Entwicklungshilfe investieren und die Ausbeutung armer Länder stoppen. Andernfalls geraten sie durch weltweite Flüchtlingsbewegungen unter Druck.
Auf Staaten, die auf Ausbeutung Unterprivilegierter setzen, wird ökonomischer Druck (Wirtschaftssanktionen) ausgeübt.

⏹ Landwirtschaft

Die Ausdehnung der Wüsten und die damit einhergehenden Hungersnöte in den betroffenen Gebieten, sind heute das dringendste Problem.
Mit Entwicklungshilfeprogrammen wird zu allererst (bereits in der ersten Hälfte des 21. Jhdts.) die Landwirtschaft aufgebaut. Hilfen im Bereich Fremdenverkehr oder Industrie sind für eine spätere Phase vorgesehen.

⏹ Wasser

Zum Überleben der Menschen und für Ackerbau und Viehzucht sind Trinkwasser und Brauchwasser unbedingt erforderlich. Wasserarme Zonen werden schon bald genau auf die Möglichkeiten der Wassergewinnung und der Bodenbeschaffenheit (Eignung für Ackerbau) untersucht.
In manchen Regionen gibt es Möglichkeiten Grundwasservorkommen zu erschließen.
In küstennahen Bereichen wird mit Aufforstung (Brackwassereignung) begonnen. Große Aufforstungszonen mit einem gebirgigen Hinterland werden dazu führen, dass in bisher trockenen Regionen wieder Regen fällt.
Meeresentsalzungsanlagen werden entstehen. Die dazu erforderliche Energie wird durch (stark verbesserte, effizientere) Solaranlagen gewonnen werden. Später wird Solarenergie mit gebündeltem Licht kostengünstiger sein.
Meerwasser wird auch in großzügigen Wasserleitungen ins Hinterland transportiert werden.
Salzgewinnung und Entsalzungsanlagen werden einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor bilden. Auch ein Netz von kleinen Trinkwassergewinnungseinheiten wird durch Spenden aus Industrieländern finanziert.

⏹ Bildung

Industrieländer werden Schulen in einem oder mehreren (je nach Größe des Landes) Entwicklungsländern unterhalten.
Neben dem Grundwissen (Volksschule/Hauptschule) wird es folgende Schwerpunkte geben: Eine wichtige Maßnahme wird die Einbeziehung verschiedener (auch verfeindeter Bevölkerungsgruppen) in Bildungsprogramme sein. Z.B. Palästinenser und Israelis oder Tutsi und Hutu. (Kinder können leichter mit dem „Feind“ kommunizieren.)

⏹ Partnerschaft

Es bilden sich echte Partnerschaften zwischen Partnerländern / Partnerstädten / Partnerregionen.
Partnerschaften werden nicht nur dem gegenseitigen Besuch von Honoratioren dienen, sondern es wird ein Wissensaustausch und ein Vermögenstransfer stattfinden.

⏹ Korruption

In den Entwicklungsländern ist Korruption heute „normal“. Die Länder, die Korruption nicht aktiv bekämpfen, werden schon in naher Zukunft von den Industriestaaten mit Wirtschaftssanktionen belegt.

⏹ Menschenrechte

Die Charta der Vereinten Nationen wird komplett umgeschrieben werden. Wirtschaftsflüchtlinge werden unter bestimmten Auflagen (z.B. Wirtschaftshilfe im Ursprungsland) wieder heimgeschickt werden können. Dadurch werden z.B. Aufforstungsprograme oder Bildungsprogramme (siehe oben) finanziert.

Wohnen

⏹ Bevölkerungswachstum

Bedingt durch die Fortschritte der Medizin (deutliche Verlängerung des Lebens) wird immer mehr Wohnraum benötigt. Auch die Beschränkung der zulässigen Geburten (2-Kind-Politik) wird sich ein stetiges Bevölkerungswachstum nicht stoppen lassen. Es muss daher intensiv nach neuen Wohnmöglichkeiten gesucht werden. Das Ausweichen auf andere Himmelskörper wird erst in Jahrhunderten Entspannung bringen.

⏹ Raumnutzung

Wohnen wird durch ökonomische Raumnutzung geprägt sein. Wohnräume werden absolut klein gehalten und mit multifunktionalem Inventar ausgestattet sein. Die Umgestaltung eines Wohnraums in einen Schlafraum (und umgekehrt) wird vollautomatisch auf Knopfdruck erfolgen. Küchenelemente, die gerade nicht benötigt werden, können ebenso mit Knopfdruck versenkt oder an die Decke bewegt werden. Die Technologie der kabellosen Energieübertragung wird dies praktisch und effizient ermöglichen. Tageslicht in Wohnräumen wird eher die Ausnahme sein. Anstelle dessen werden Cyberwalls eine Wunschumgebung optisch und akustisch vorgaukeln. Eine Vollklimatisierung wird nach Lösung der Energieerzeugung (gegen Ende des 21. Jhdts.) kein Problem mehr sein.

⏹ Submarine Habitate

Eine wesentliche Neuentwicklung wird im Zuge der genaueren Erforschung der Meere der Bau von Unterwasserhabitaten sein. Noch im 21. Jhdt. werden submarine Forschungsstationen errichtet werden, später – wenn auch Druck- und Schleusensysteme perfektioniert sind – folgt die Errichtung von Städten in oberflächennahen Meeresgebieten.
Kenntnisse und Erfahrungen aus diesen Technologien werden sich auch für Weltraumhabitate als nützlich erweisen.

Verkehr

⏹ Elektromobilität

Die Elektromobilität mit teuren, schweren, störungsanfälligen und leistungsschwachen Akkumulatoren erweist sich schon bald als eine Sackgasse.
Die erste Hälfte des 21. Jhdts wird dennoch von E-Mobilität geprägt sein. Neben der Erzeugung und der Vermietung von Elektroautos wird das Errichten eines Ladestationennetzes ein Umsatzbringer sein.
Die Reichweite der Elektroautos wird deutlich größer sein als heute (z.B. Ombrium/Cadmium-Akku). Ladestationen werden sinnvoll und zweckmäßig platziert werden. An Fremdenverkehrsknotenpunkten (z.B. Talstationen von Aufstiegshilfen, am Ende von Mautstraßen, bei Gasthöfen etc.) werden Ladestationen vorwiegend angesiedelt sein. So wird es möglich, während des Sonntagsausflugs den Akku bequem aufzuladen.
Weiters wird die Bahn im Umkreis größerer Städte Autoreisezüge mit Schnelladestationen einrichten, damit das Fahrzeug auf einer Fahrtstrecke ab 50km voll aufgeladen werden kann. Der Benutzer erspart sich dadurch auch den üblichen Stau an den Stadteinfahrten. Alternativ wird es an vielen Bahnhöfen Ladestationen geben, sodass man das Elektrofahrzeug dort parken + laden und mit dem Zug die Heimreise antreten kann.
Wenn die Marktsättigung mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen erreicht sein wird, werden neue Technologien zur Marktreife gebracht. Unter Umständen wird es ein Wasserstoffantrieb sein. Wasserstoff wird dann einigermaßen kostengünstig erzeugt werden können (auch im Elektrolyse-Verfahren und nicht im umwelt schädlichen Faber-Bosch-Verfahren).
Wirtschaftlich interessant wird diese Technologie durch den abermaligen Aufbau neuer Vertriebssysteme.

⏹ Bahn

Die für selbstfahrende Kfz entwickelte Technologie wird noch im 21. Jhdt. vorwiegend im schienengebundenen Verkehr eingesetzt werden. Sowohl an frequentierten Strecken, als auch an Nebenstrecken wird es ein Draisinenangebot geben. Die Fahrzeuge werden mit 5-20 Personen besetzt sein und können mit Bezahlfunktion des Mobiltelefons in Betrieb genommen werden. An stark befahrenen Routen wird für die Draisinen ein eigenes Geleise errichtet. Dieses Angebot wird vor allem von Stadtbewohnern in Anspruch genommen werden, die auf Grund von Verkehrs überlastung und Parkraummangel auf ein eigenes Auto verzichten.

⏹ Stadtverkehr

Schwach frequentierte Busse (in den Randgebieten der Großstadt) werden durch selbstfahrende Minibusse ersetzt. Der Fahrplan wird sich nach dem Bedarf orientieren, eine ausreichende Zahl von Anmeldungen via Mobiltelefon bewirkt, dass sich der Minibus in Bewegung setzt. Dies wird eine praktische Alternative zum Taxi sein, wenn man beispielsweise vom Heurigen nach Hause fahren will.
Im städtischen Bereich werden Fahrräder und auch Elektrofahrräder/Elektroroller eine gewisse Bedeutung erlangen. Anders als beim Pkw kann der Akkumulator ausgebaut und zu Hause problemlos geladen werden. Parallel mit dem Elektrofahrradboom werden auch neue Materialien für Bekleidung der E-Biker stark gefragt sein. Es werden Kleidungsstücke angeboten werden, die besser als Lederbekleidung bei Stürzen schützen, dennoch aber leicht und kühl sind.
Es wird eine spezielle E-Bike-Kleidung geben, die auch modisch aussehen kann (Zielgruppe Frauen) und die auch als Geschäftsanzug tragbar ist (Zielgruppe Männer).

⏹ Lastentransporte

Zeppeline erfahren mit neuer Technologie (nicht entflammbare Gase) ein Revival. Für Lastentransporte, insbesondere von großen Elementen, werden nur mehr entsprechend dimensionierte Zeppeline eingesetzt. Lkw werden nur mehr im Nahverkehr benötigt.
Zur Bewässerung von Dürrezonen werden auf Zeppelinen montierte Wassersprinkler eingesetzt. Zeppeline (deren Hülle aus nicht entflammbaren Materialien hergestellt ist und die mit nicht brennbaren Gasgemischen gefüllt sind) haben auch Bedeutung bei Einsätzen zum Löschen von Waldbränden.

⏹ Schifffahrt

Die Binnenschifffahrt wird schon bald als Motor einer neuen Antriebstechnologie wirken. Verbote von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Schiffen - beispielsweise auf der Donau - werden einen Entwicklungssprung der Antriebstechnologie bewirken. Möglicherweise wird direkt an den Flusskraftwerken Wasserstoff (mit preisgünstigem Nachtstrom) produziert und an Schleusen werden Tank stationen für Wasserstoff eingerichtet. Der Siegeszug der Brennstoffzellenmotoren wird bald auf die Hochseeschifffahrt übergehen, spätestens dann, wenn bei der nächsten Klimakonferenz eine Ächtung des Schwerölantriebs beschlossen wird. In weiterer Folge werden auch Luftfahrzeuge (Zeppeline) mit Wasserstoffantrieb gebaut werden.

Natur

⏹ Klima

Warmes Oberflächenwasser tropischer Meere wird zur Energiegewinnung herangezogen (riesige Wärmetauscher arbeiten mit warmem Oberflächenwasser und mit kühleren tieferen Wasser schichten). Damit wird auch El Niño erfolgreich bekämpft.

⏹ Wasserspiegel

In tropischen und subtropischen Gebieten werden große Wassermengen in Reservoire abgepumpt. Das Meerwasser wird entsalzt (mit Energie aus Solarzellen, deren Effektivität sich stark verbessert hat) und gereinigt. Sodann wird das Brauchwasser / Trinkwasser mit Pumpwerken und Aquädukten ins Landesinnere befördert. Dort können Dürrezonen landwirtschaftlich genutzt werden.
Das Abpumpen großer Wassermengen dient auch dazu, das Ansteigen des Meeresspiegels etwas zu reduzieren.

⏹ Gletscherschutz

Arktis und Antarktis werden durch künstliche Wolken vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.
Dies wird sehr wichtig sein, weil allein mit dem Abpumpen von Meerwasser der Anstieg des Meeresspiegels nicht verhindert werden kann.

⏹ Regenwälder

In ehemaligen Dürrezonen werden mit Unterstützung intensiver Bewässerung Regenwälder geschaffen. Unternehmen, die sich als „Wettermacher“ profilieren, sind die großen Gewinner des ausgehenden 21. Jhdts.
Die Studienrichtung „Meteorologie“ wird in der Zukunfts technologie „Terraforming“ aufgehen.
Terraforming-Technologien werden bei der Besiedlung von Monden in unserem Sonnensystem eine große Rolle spielen.

⏹ Wetter

Die Steuerung des Wetters wird im 22. Jhdt. global möglich sein. Luftströmungen in verschiedenen Höhen werden zum Transport von Wolkensystemen verwendet werden. Auch das „Abregnen“ an vorbestimmten Orten zu vorbestimmten Zeiten wird machbar sein. Konflikte um die Wettersteuerung sind vorprogrammiert. Eine internationale Wetterbehörde wird sich erst spät formieren und um internationale Anerkennung bemüht sein.

⏹ Meeresströmungen

Computeranimationen werden die Entwicklungen der wichtigsten Meeresströmungen überwachen. Die Steuerung von Meeresströmungen ist ein großes wissenschaftliches Anliegen. Das Versiegen des Golfstroms wird nur mit Mühe verhindert werden können.

Energie

⏹ Energieerzeugung

Die Energieerzeugung wird im 22. Jhdt. mit vollkommen neuen Methoden erfolgen. Möglicherweise gewinnt man Strom aus gebündelter Sonnenenergie effizienter und vor allem unabhängig von Wind und Wetter.

⏹ Energiespeicherung

Die Speicherung von Energie wird noch im 21. Jhdt. eine wichtige Technologie sein. Die Speicherung von Strom wird stark verbessert. Einesteils werden azyklisch operierende Kraftwerke mit starken Akkumulatoren ausgestattet sein, andrerseits werden transportable Energiespeicher entwickelt und eingesetzt werden.
Mit der Revolution der Energiegewinnung (voraussichtlich erst im 22. Jhdt.) werden diese Technologien teilweise obsolet.

⏹ Energietransport

Auch der Energietransport wird im 21. Jhdt. noch ein großes Thema sein. Möglicherweise bildet Wasserstoff ein für Jahrzehnte erfolgreiches Modell für Energietransporte.

Geschäftsideen für die nahe Zukunft

⏹ Blackbox

In Flugzeugen werden Daten (Datarecorder, Voice-Recorder) in der „Blackbox“ gesammelt. Es ist mühsam (manchmal sogar unmöglich) nach einem Unfall die Blackbox aufzufinden.
Die entsprechenden Daten werden in naher Zukunft entsprechend aufwändig verschlüsselt in Echtzeit an (mindestens 3) Bodenstationen gesendet und dort zentral auf Hochsicherheitsservern gespeichert. Nach Landung der Maschine werden die Daten in der Regel gelöscht.

⏹ WWW

Computer und Mobiltelefone werden verschmelzen, wobei Marketingauswüchse zurückgedrängt werden.
Detaillierte Beschreibung einer schnell umsetzbaren Geschäftsidee:

⏹ Scanner

Durch Neuorganisation bereits bekannter Technologien werden private Scanner den in Betrieben üblichen (nur mietbaren Anlagen) in der Funktionalität sehr bald angeglichen werden.
Detaillierte Beschreibung einer schnell umsetzbaren Geschäftsidee:

⏹ Navi

Das Navi(gationsgerät) steht heute zwischen dem herkömmlichen „Saugnapfnavi“ und dem Einsatz von Mobiltelefonen. Eine kombinierte Nutzung lässt sich sehr schnell realisieren und wird zwangsläufig kommen.

Detaillierte Beschreibung einer schnell umsetzbaren Geschäftsidee:

⏹ Drohnenreisen

Die private Nutzung von Drohnen wird bald in vielen Ländern verboten sein. Drohnen werden nur mehr von besonders befugten Unternehmen mit geschultem Personal betrieben werden.
Reisebüroleistungen werden aufgewertet durch eine Drohne, die einem Reisebus hinterherfliegt und vom Reiseleiter gesteuert werden kann.
Die Drohne kann auch weniger mobilen Mitreisenden den Aufstieg auf eine Pyramide oder einen Kirchturm ohne Lift ersetzen. Bei schlechten Wetterbedingungen kann eine frühere Videoaufnahme der Drohne gezeigt werden.
Unterwasserdrohnen ermöglichen auch nicht tauchfähigen Personen einen Blick in die Unterwasserwelt.
Drohnen werden auch zusätzliche Funktionen haben, sodass man nicht nur mit sichtbarem Licht filmen kann, sondern auch Frequenzbereiche abbilden kann, die für die menschlichen Sinne ohne technische Hilfsmittel nicht erfahrbar sind. Es werden (speziell für gebrechliche Menschen – deren es immer mehr geben wird) auch spezielle Drohnenreisen angeboten. Die Reise wird am heimischen Videowall in Echtzeit angezeigt. Eine virtuelle Kommunikation mit den Mitreisenden wird implementiert sein.
Analog dazu wird es auch Weltraumausflüge mit optischen und akustischen Detektoren geben. Auch andere Sinne (siehe Kapitel Sinneswahrnehmung) einschließlich Schwerkraftsimulation können zugeschaltet werden. Der Vorteil dieser quasi virtuellen Weltraumfahrten ist, dass sie auch für physisch nicht ausreichend fitte Personen buchbar sind.
An die Drohnen-Kamera können auch zu Hause gebliebene angeschlossen werden (spezielle Preiskalkulation für Drohnenreisende). .

⏹ Fledermausbildschirm

Ein Ultraschallgerät wird im Fahrzeug montiert und erzeugt ein Bild, das auf der Windschutzscheibe eingeblendet wird. Das Werkzeug ist vor allem in der Nacht sehr nützlich. Bei selbst lenkenden Fahrzeugen wird es bald eine Selbstverständlichkeit sein.
Der „Fledermausbildschirm“ wird auch direkt über Dioden angeschlossen und vom Gehirn verarbeitet und mit den Sinneseindrücken des Auges kombiniert.
In der Sicherheitstechnolgie von schienengebundenen Verkehrsmitteln wird das „Fledermausauge“ bald zum Einsatz kommen, vor allem, weil in diesem Bereich zuallererst autonom fahrende Fahrzeuge gebaut werden.
Auch im Flugverkehr wird die „Fledermaustechnologie“ zur Absicherung von ungeplanten (von der Flugsicherung übersehenen) Begegnungen und zur perfekten Automatisierung des Flugbetriebs im Landeanflug eingesetzt werden.
Pilotenlose Flüge werden technisch und aus dem Blickwinkel der Sicherheit durchaus möglich sein, dennoch wird weiterhin ein Pilot im Cockpit anwesend sein. Das Problem der (kostenintensiven) Ruhezeiten kann hingegen mit dem Ausbau der Automatismen gelöst werden. Ferngesteuerte Flugzeuge werden aus Sicherheitsgründen nicht realisiert werden.

⏹ Mobilität

In naher Zukunft werden Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge ein Geschäftsfeld bilden, das einige Jahre ausreichende Gewinne verspricht.
Sobald jedoch die Marktsättigung erreicht sein wird, wendet sich das Interesse der nächsten Technologie zu (wahrscheinlich Brennstoffzellen mit Wasserstoff). Alle Technologien, die mit ökologischer Wasserstoffproduktion und mit der Optimierung von Brennstoffzellenmotoren zu tun haben, werden für Jahrzehnte gewinnträchtig sein.

⏹ Entsalzung

Der Bau von effizienten Meerwasserentsalzungsanlagen ist bald ein sicheres Geschäft.
Die Finanzierung von Entsalzungsanlagen in tropischen Gebieten erfolgt aus Mitteln der Entwicklung­szusammenarbeit und aus Spendengeldern von superreichen Investoren. Die Geschäftsentwicklung geht parallel mit der Errichtung von Aquädukten, Wasserpipelines, Pumpwerken und Solaranlagen (=mögliche Synergien). Mobile Entsalzungsanlagen werden, sobald die Technologie entsprechend effiziente Systeme anbietet, vorwiegend auf Kreuzfahrtschiffen eingesetzt.

Arbeitswelt & Freizeit

⏹ Automatisierung

Für die Produktion wird nur mehr in einem ganz geringen Maß menschliche Arbeitskraft benötigt werden. Produktionsvorgänge werden bald weitgehend automatisiert sein. Auch administrative Vorgänge werden noch stärker als heute automatisiert ablaufen. Ebenso werden Dienstleistungen neu organisiert. Es wird zwar keinen menschenähnlichen Roboter geben, der als Zimmermädchen fungiert, vielmehr werden die Oberflächen überall pflegeleicht gestaltet sein, sodass Schmutz automatisch abgesaugt werden kann.

⏹ Lebenszeit

Die Aufteilung des Lebens in Arbeitszeit und Freizeit wird komplett anders gestaltet sein als heute.
Nach einer relativ langen Ausbildungsphase beginnt eine Phase der Talentfindung. In dem gefundenen Talentbereich werden dann täglich nur mehr wenige Stunden zu arbeiten sein. Eine „Pension“ wird es nur im Krankheitsfall oder bei Gebrechlichkeit geben. Die Expertise eines im Berufsleben gestandenen Menschen wird bis zum Lebensende (allenfalls nur in beratender Funktion) benötigt.

⏹ Arbeit

Gearbeitet wird hauptsächlich zu Hause in virtueller Verbindung mit Kollegen. (Ausnahmen sind: Musiker, Schauspieler, Chirurgen etc.) In der Regel wird nicht mehr als 3-4 Stunden täglich gearbeitet. Gerade so viel, um sich die Annehmlichkeiten der Freizeitgestaltung leisten zu können.
Nicht verbrauchtes (Arbeits-)Einkommen wird vom Staat in regelmäßigen Abständen abgeschöpft.
Einkommen nur mit Kapitalbereitstellung zu erzielen, ist verpönt. Die Abschöpfungsfrequenz ist erhöht, sodass man rechtzeitig spenden muss (siehe „unrentierliche Investitionen“).

⏹ Berufsbilder

Neue Berufsbilder Beispiele (ohne spezifische Reihung):

⏹ Freizeit

Musik, Video und elektronische Spiele werden in weiterentwickelter Form ein fester Bestandteil des Freizeitangebots sein.

Den Maßnahmen, die von Politik und Wirtschaft gesetzt werden müssen, damit die Zukunftsszenarien - wie oben beschrieben - eintreten können, ist ein eigenes Dokument gewidmet:



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