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KRETA

 

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Ein Reisebericht mit Tipps und Hinweisen für künftige Kretabesucher.
Diesmal haben wir nur einen Flug nach Hieraklion mit Hotelarrangement für die erste Woche gebucht. (S 2990.--+ S250.-- Zuschlag für Lauda + 2x S 500.-- für die beiden Verlängerungswochen ohne Arrangement.) Der Abflug mit Lauda-Air war am 25.4.98 schon um 4 Uhr früh. Rückflug nach Mitternacht (2 Stunden Verspätung!). Erst ab Mai gibt es mehrere - auch zeitlich günstigere - Ketten. Karte Griechenland

Das Hotel (Maliothakis) in Malia/Stalis etwas östlich von Hieraklion ist nett, direkt am hoteleigenen Sandstrand, sogar mit großem Garten. Balkon+Meerblick. Wirklich gut, vor allem - trotz spartanischem Frühstück - im Preis-Leistungsverhältnis. (Jetzt ein Monat später wird dieses Hotel um S 2.000.--- teurer angeboten.)

Leider spielt das Wetter nicht so mit, wie wir uns das gewünscht hätten. Von den drei Wochen ist rund die Hälfte verregenet oder durch Wind stark beeinträchtigt. Selbstverständlich behaupten die (vom Tourismus lebenden) Einheimischen, daß dies ein Ausnahmewetter wäre, das in dieser Form, auch zu dieser Jahreszeit, noch nie vorgekommen sei.

Wir fahren daher viel mit dem Leihwagen herum. Gleich gegenüber vom Hotel, bei Royal-Car mieten wir einen Renault Twingo Sun-roof. Preis für 3 Wochen DRS 110.000 (ca S 4.500.--) mit Vollkaskoversicherung. Um DRS 20.000 schwatzt man uns noch eine (unnötige) Diebstahlsversicherung auf. Trotzdem ist der Wagen noch um einiges billiger als bei der Konkurrenz. Eine Diskussion gibt es wegen des antiquierten Kindersitzes (mit Gestänge), erst am nächsten Tag besorgt man uns ein Modell ohne Metallteile. Das ist aber auch nicht optimal, weil keine Gurten dabei sind und das Kind mit dem Sicherheitsgurt des Wagens angeschnallt werden muß.

Musts

Knossos

Knossos

Besichtigt vor 10 Jahren: Minoische Paläste (König Minos) aus dem 2.Jhdt. vor Christus. Teilweise Betonrekonstruktionen! Dadurch sieht man - im Gegensatz zu sonstigen Ausgrabungen - mehr als nur die Grundrisse.

Hierakleon: Archäologisches Museum

Ebenfalls besichtigt vor 10 Jahren: Nur hier sind alle wichtigen Funde der minoischen Kultur zu sehen.

Lassithi-Hochebene

Die für diese Hochebene typischen Windmühlen sind nur mehr auf alten Fotos zu bewundern. Heute gibt es Windmühlen hauptsächlich als "Blickfang" bei Gasthäusern, die auf Touristen spezialisiert sind.
Wir machen Lassithi von Malia über Krasi als Ganztagesausflug. Mit dem Auto eine Runde am Rand der Hochebene vermittelt einen Eindruck. Typische griechische Dörfer (nur am Rand der Hochebene - man wollte wertvolles Ackerland nicht vergeuden) sind schon stark auf den Tourismus ausgerichtet. Lassithi Die Zeushöhle (Dikteon Andron) ist gerade als wir hinkommen gesperrt. (Vorsaison???) Schade: wir haben sogar (Empfehlung aus dem Reiseführer) eine Taschenlampe mitgenommen.
Talwärts fahren wir über Neapoli (sehr schöne kleine Stadt) nach Elounda (herrliche Aussicht bei Fahrt über gebirgige Nebenstraße).
Elounda hat Flair. Insbesondere schöner Hafen. Mit dem Auto kann man sogar ein kleines Stück auf Spinalonga (eine Halbinsel) fahren. Die berühmte Leprakolonie Kastel Spinalonga liegt auf einer gesonderten Insel (Kalidona).

last but not least : Samariaschlucht

Samaria Das ist der Höhepunkt des Aufenthalts auf Kreta, den man keinesfalls versäumen sollte. Die Wanderung dauert ca. 5 1/2 Stunden. Sie beginnt im Hochgebirge mit einem malerischen von Holzzäunen gesäumten Weg. Stetig geht es abwärts und bald spürt man es, wenn man mit unzureichendem Schuhwerk unterwegs ist. Günstig sind jedenfalls Wanderschuhe (dicke Sohle, damit man nicht jeden Stein spürt; Schutz des Knöchels, weil man auf den vielen Steinen leicht einmal seitwärts kippt). Von der schönen Aussicht darf man sich beim Gehen nicht ablenken lassen. Daß man, wegen des doch sehr unebenen Weges, besser stehenbleibt um das Panorama zu bewundern erkennt man daran, daß täglich einige Sturzverletzungen (Marke: Fritzelack) registriert werden.
Weiter unten wird der Wanderer von Bächen (manchmal ohne Wasser, manchmal laut rauschendes klares Gebirgswasser) begleitet. Am Wegesrand gibt es zahlreiche (seltene) Blumen zu bewundern. Trinkwasser mitnehmen ist nicht erforderlich. Regelmäßig passiert man Brunnen mit frischem Quellwasser.
Gegen Ende der Wanderung führt der Weg am Boden einer engen von hohen Felsen umrahmten Schlucht entlang um nach der engsten Stelle in ein weites Tal überzugehen. Nun erreicht man bald den Ausgang (Kartenkontrollstelle & Labstationen). Zum Hafen Agia Roumeli geht man noch ein Stück auf einem relativ reizlosen Weg.
Am Meer verbleiben noch 2-3 Stunden um sich und die Füße im Meer abzukühlen. Nach und nach werden Strand und Tavernen von den Touristenmassen in Besitz genommen. Um 16:30 bewegt sich fast alles, was Beine hat zu den beiden im Hafen liegenden Schiffen, von denen eines nach Osten (Chora Sfakion) und eines nach Westen (Sougia und weiter nach Paläochora) fährt.
Trotz Vorsaison sind viele Touristen unterwegs. Ganze Busladungen werden abgeliefert und bestimmen das Wandertempo (ca. 3 km/h - überholen nur schwer möglich). Am Hafen empfiehlt es sich rechtzeitig einen Platz auf dem Schiff zu sichern. Auch wird die Abfahrtszeit nicht genau eingehalten. (Fahrplanmäßige Abfahrt 16:45 bedeutet Abfahrt zwischen 16:30 und 17:00 Uhr: also zeitgerecht einsteigen)

Preislich günstig fährt man übrigens auf eigene Initiative: Von Paläochora aus (Von Chora Sfakion aus wahrscheinlich ähnlich): DRS 1200 für den Linienbus, DRS 1200 Eintritt und DRS 2000 für die Schiffahrt von Agia Roumeli (Ticket ohne Aufschlag erst an der Anlegestelle in Agia Roumeli kaufen) zurück nach Paläochora. Im Vergleich dazu: Eine Tour vom Reisebüro (gleiche Abfahtzeit: 6:00 Uhr morgens, Rückkehr 18:15 mit dem gleichen Schiff) kostet DRS 7500. Achtung: Das Schiff fährt (zumindest in der Vorsaison) nicht täglich und der Bus am Wochenende nicht - vorher erkundigen.


andere besichtigte Orte:

Milatos

Winzinger, unbedeutender Ort (zwischen Sisi und Malia). Geheimtipp für Fischrestaurants: das beste direkt bei der Zufahrt zum Meer. Beste Qualität, bester Preis (Fisch billiger als Fleischspeisen), wir sind die einzigen nicht einheimischen Gäste.

Sitia

Nette, für Daueraufenthalt vielleicht etwas zu große, Stadt im Osten Kretas. Ausgangspunkt für die Strände im Osten insb. Vai.

Vai

Der berühmte Palmenstrand ist Touristenziel erster Ordnung und bereits durch Sonnenschirme verunstaltet. Schön auch die Nachbarbucht; Sandstrand, allerdings ohne Palmen.

Ierapetra

Eher häßliche Stadt im Südosten Kretas

Mirtos

Kleiner Ort mit touristischer Strandpromenade im Zentrum, sonst noch sehr ursprünglich. Ungepflegter Strand ohne Schatten und ohne sauberen Sand (ungemütlich).

Agios Nikolaios

Sehr hübsche Stadt im Osten. Vor allem die Lokale am Hafen und am Voulismeni-See sind sehr reizvoll. Malerische Altstadt. Stark kontrollierte und ausgedehnte Parkometerzone. In jeder Gasse sind zwei Polizisten mit dem "Maut"-Inkasso beschäftigt. Parkplatz außerhalb suchen!

Hierakleion

Häßliche Industriestadt. nur Museum interessant. siehe oben

Agia Pelagia

Badeort nahe (westlich) Hierakleon, tief unterhalb der Hauptstraße. Ort mit Sandstrand neben Uferpromenade autofrei. (kein richtiger Parkplatz am Ortsbeginn - schon in der Vorsaison kein Platz fürs Auto).

Raki und Ouzo

Bisher habe ich immer geglaubt Raki und Ouzo seien das gleiche Getränk. Das ist aber hier nicht der Fall. Oft wird im Restaurant nach dem Essen ein Stamperl Raki (Betonung auf dem i) serviert. Dieser Raki schmeckt nicht nach Anis (ist auch keines drin) und wird durch aufgießen mit Wasser nicht weißlich trübe. Ein gewöhnlicher Schnaps also. Ouzo hingegen ist das Anis-Getränk, das in der Türkei Raki heißt.

 

Moni Chrissokalitissa

Dieses Kloster mit Ikonensammlung liegt auf dem Weg nach Elafonisi im Südwesteck der Insel.

Elafonisi

Breiter Sandstrand, vorgelagerte Insel nur durch knietiefes Wasser getrennt. Strand iIdeal für Kinder, für Erwachsene zu seicht.

Paläochora

Schöner Ort mit Flair. EU-ausgezeichneter Sandstrand. Geheimtipp: 5 km westlich: malerisch gelegene Badehalbinsel, die man noch fast allein für sich hat.
Unsere Wahl für 2 Wochen Aufenthalt. Appartement Zygos 0030-(0)823-41489 Vorteil: eigener wunderschöner Garten, abschließbar und damit kindersicher. Nachteil: ebenerdig. Achtung: Es gibt nur ein einziges, wirklich ausreichend großes Appartement - die zwei anderen sind (insb. hinsichtlich Küche) zu klein. Preis: DRS 6000 (ca. S 250.--) in der Vorsaison.
Appartements Neapolis oberhalb eines Fastfood-Restaurants: Große Appartements um DRS 10.000.

Preisvergleich:
Zygos wird auch von Reisebüros (Reiseladen) angeboten. Der Preis für 3 Wochen Aufenthalt inkl. Flug und Transfers hätte S 12.200.--/pP. betragen. Wir haben für Flug und Aufenthalt S 7.800.-- /pP bezahlt. So gesehen hat sich der Leihwagen für drei Wochen (S 2.200.--/pP) locker aus der Ersparnis durch Eigenanreise finanziert.

 

Chora Sfakion

Kleiner Ort an der Südküste. Strand unterentwickelt. Ausgangspunkt für Samariaschlucht.

Frangokastello

Kein richtiger Ort. Lose Ansammlung von (dem Tourismus gewidmeten) Häusern. Lange (einsame) Sandstrände.

Plakias

Netter Ort, schöner Sandstrand. Hinsichtlich Ausflugsmöglichkeiten (mit dem Auto) besser als beispielsweise Paläochora.

Preveli

Der schönste Strand Kretas. Lagune mit Süßwasser auf der einen Seite und mit Meerwasser auf der anderen Seite des Sandstrandes. Malerisches Hinterland mit Bananenstauden, allerdings stark von Alternativen als Klo oder Dauerwohnung verwendet. Keine Unterkünfte, nur Strandrestaurant. Malerischer Weg durch eine Klamm (30 min Fußweg) zum Kloster Preveli. Chania

Chania

Zweitgrößte Stadt Kretas, trotzdem stimmungsvoll, malerische Altstadt. Festung, hübscher historischer Hafen. Flughafen für Anreise zum westlichen und südlichen Teil Kretas.

Rethimnon

Stadt an der Nordküste, Gesamteindruck ähnlich wie Chania, etwas kleiner. Venezianischer Hafen.

Kournas-See

Etwas südlich von Georgopoulos. Malerischer See. Nettes griechisches Bergdorf. Starke deutsche Unterwanderung im gesamten Bereich.


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Last modified 11.Dez.2000Anregungen anGrünwald