Eine einzige Chance für Elektromobilität

Warum Elektromobilität eine Sackgasse ist, steht in diesem Dokument:

Dennoch gibt es eine Chance für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Allerdings kann die E-Mobilität die derzeitigen mit Verbrennungsmotor ausgestatteten Fahrzeuge nie voll ersetzen.

Autonom fahrende elektrobetriebene Car-Sharing-Fahrzeuge

░ Das Geschäftsmodell:

Der Aufbau des Unternehmens erfordert entsprechende Kapitalreserven und die Möglichkeit international tätig zu werden.
  • Das Car-Sharing Unternehmen besitzt E-Cars verschiedener Größe und Leistung.
  • Das Car-Sharing Unternehmen unterhält Garagen mit Ladestationen.
  • Autonom fahrende Elektrofahrzeuge bewegen sich selbständig zum Kunden.
  • Der Kunde kann sich entscheiden, selbst zu fahren oder nur das Ziel einzutippen. Damit werden auch Personen ohne Führerschein angesprochen.
  • Es werden verschiedene Finanzierungsmodelle angeboten, um eine möglichst große Anzahl von Kunden zu gewinnen:
  • Zeitabrechnung (Minuten)
    Stundenpauschalen 2h, 4h, 6h
    Tagespauschale
    Tagespauschale mit Fahrzeugwechsel
    Urlaubspauschale
    Leasingpauschale
    Leasingpauschale mit Fahrzeugwechsel
In der Aufbauphase werden Verträge mit Partnerfirmen genützt, die herkömmliche Verbrennungsmotor-Kfz anbieten.

Was wichtig ist:

Vorteil durch autonome Fahrzeuge:
Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von den derzeitigen Car-Sharing­modellen dadurch, dass der Kunde ein Fahrzeug nicht suchen muss, sondern es per Handy anfordern kann. Das Fahrzeug kommt dann autonom zum Kunden.
Dadurch kann das Fahrzeug auch abseits der Hauptrouten genutzt werden. Z.B. Rückfahrt vom Sonntagsausflug ist mög­lich.

Vorteil durch weit verzweigtes Netz von Ladestationen:
Der Kunde muss sich nicht mehr um das Aufladen kümmern und kann entspannt fahren.

Vorteil durch Verträge mit inter­nationalen Leihwagenfirmen:
Der Kunde kann große Distanzen mit dem Flugzeug zurücklegen und hat vor Ort ein Fahrzeug (anfänglich nur teilweise elek­trisch betrieben).

░ Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Rechtslage muss den Betrieb von autonom fahrenden Kfz (Level 5) ermöglichen.

Auch die Abgrenzung zu anderen Beförderungsmöglichkeiten (Taxi, Uber, Taxify) muss rechtlich klar sein.

░ Die Kunden

Anhand typischer Beispielfälle werden nachstehend verschiedene Kundentypen von ☺car  beschrieben:

⁘ Kunde A

„Ich wohne sehr zentral und fahre öffentlich in die Arbeit, brauche ein Auto nur am Wochenende für Ausflüge. Da ich keinen Zugang zu einer Garage mit Ladestation habe, nehme ich mir den Wagen von ☺car  nur stundenweise oder am Wochenende für einen Ausflug.

Der Wagen kommt immer autonom und ist voll aufgeladen. Sehr vorteilhaft ist es auch, dass ich, wenn es an den Stadteinfahrten staut, das Auto auch am Bahnhof abstellen und mit der Bahn nach Hause fahren kann. “

⁘ Kunde B

„Ich fahre beruflich und privat sehr viel.

Am Firmenparkplatz habe ich die Möglichkeit ein E-Auto zu laden. Ich habe mir sogar einen elektrisch betriebenen Wagen geleast, aber nach ein paar Monaten wieder zurückgegeben. Die Reichweite hat mich nicht überzeugt und die Dichte der Ladestationen ist immer noch viel zu gering. An Urlaube im Ausland ist überhaupt nicht zu denken.

Auch habe ich gehofft, dass bald alle Landgasthöfe und Seilbahn-Talstationen Ladestationen errichten werden, aber das ist bisher nur teilweise der Fall.

Ich bin daher sehr froh über die Gründung von ☺car .

In der Stadt ordere ich einen Kleinwagen, für Familienausflüge und für Urlaube eine große Limousine. Um das Aufladen brauche ich mich nicht zu kümmern. Wenn ich nach dem Schifahren vom Berg herunterkomme steht der Wagen aufgeladen am Parkplatz. Urlaubsreisen mache ich mit dem Flugzeug oder der Bahn (kommt auf die Entfernung an). Am Urlaubsort steht mir ein Wagen von ☺car   genauso zur Verfügung, wie zu Hause. Das alles ist im ≪Leasingpauschale mit Fahrzeugwechsel≫ enthalten. “

⁘ Kunde C

„Wir wohnen am Stadtrand und hatten früher zwei Autos. Seit meine Tochter den Führerschein hat, stand die Anschaffung eines dritten Wagens im Raum.

Wenn meine Tochter in die Disco fährt, nutzt sie jetzt ☺car . Das ist viel praktischer und billiger als ein Taxi. Wir bestehen darauf, dass sie sich nicht von einem möglicherweise betrunkenen Jungen nach Hause bringen lässt!

Wenn meine Frau und ich vom Heurigen heimfahren, ist ☺car   auch sehr nützlich.

Meine Frau macht auch den Wochenendeinkauf mit dem ☺car .

Derzeit haben wir noch ein Benzinauto, das werden wir aber demnächst verkaufen und alles mit ☺car   machen.“

⁘ Kunde D

„Ich brauche ein Auto hauptsächlich am Wochenende für Ausflüge und für den Wanderurlaub in den Bergen. Mein Problem war bisher, dass ich mit dem Auto immer genau planen musste, wie ich zum Ausgangspunkt (dem Parkplatz wo das Auto steht) zurückkomme.

Manchmal musste ich mit der Bahn oder dem öffentlichen Bus zurückfahren. Das war immer sehr umständlich, weil die Stationen nie dort waren, wo ich sie gebraucht hätte und weil der Busfahrplan in der Regel auf Berufsverkehr oder Schülerverkehr ausgerichtet ist.

Einmal musste ich mich von meinem Cousin abholen lassen, weil der Bus umgeleitet war.

Mit ☺car  ist das kein Problem mehr. Wenn ich mit der Wanderung beginne oder auch bei einer Rast, gebe ich den Ort ein, wo mich ☺car   abholen soll. Das hat bisher immer funktioniert. Manchmal habe ich den gleichen Wagen am Nachmittag wieder bekommen, manchmal einen anderen. Das ist aber eigentlich egal, Hauptsache ich kann wieder heimfahren!“

░ Die Kalkulation

Für einen Leihwagenanbieter und Anbieter von Car-Sharing-Modellen mit herkömmlicher Technologie ist der Einstieg in das neue Geschäftsmodell einfacher.

Die Umstellung auf E-Mobilität und autonom gesteuerte Fahrzeuge kann schrittweise erfolgen. Dem Kunden kann von Anfang an ein vorteilhaftes Angebot unterbreitet werden.

Der Start ist vor allem davon abhängig, ob die Fahrzeuge zu einem vernünftigen Preis erworben werden können. Kfz-Produzenten sind klar im Vorteil.

Für Autoproduzenten ist zu bedenken, dass die Anzahl der in Umlauf befindlichen Fahrzeuge zurückgehen wird. Da dieser Trend nicht aufzuhalten ist, lohnt es sich dennoch, ein Car-Sharing-Modell zu realisieren.

Es kann durchaus Sinn machen, bei lokalen Behörden (z.B. in Fremdenverkehrsregionen) um Förderungen anzusuchen (Eventuell um Zuschüsse zu Ladestationen zu erreichen). Tatsächlch ist der Betrieb in Ballungsräumen lukrativer als in ländlichen Regionen. Es bietet sich die Kooperation mit örtlichen Fremdenverkehrsbetrieben (Landgasthöfe, Betreiber von Aufstiegshilfen, etc.) an. Die Kooperation könnte beispielsweise in Bereitstellung / Finanzierung von Ladestationen bestehen.

Es wird zweckmäßig sein, mit lokalen Betreibern von Ladestationen Kooperationsverträge abzuschließen (Handling des Ladevorgangs bei autonomer Anfahrt des E-Cars). Diese Verträge werden mit Landgasthöfen / Talstationen von Aufstiegshilfen in beiderseitigen Interesse liegen.

░ Die Preise im Wettbewerb

░ Die wirtschaftspolitische Komponente

Eine erfolgreiche Realisierung des Geschäftsmodells hat Auswirkungen auf das Wirtschaftsgefüge:

░ Der Zeitpunkt für den Markteinstieg

Der Zeitpunkt für den Markteinstieg ist sehr wichtig und sollte mit Bedacht gewählt werden. Fragen, die mittels Marktforschung zu klären wären: Die Vorbereitungen sollen so vorangetrieben werden, dass unmittelbar nach gesetzlicher Regelung autonomer Fahrzeuge der Betrieb aufgenommen werden kann.

Zeichnen sich technisch bessere Alternativantriebe ab, ist zeitgerecht ein Umstieg zu planen. Die Erneuerung des Fuhrparks ist dabei das geringere Problem.

Feststoff-Batterien erfordern mit Sicherheit ein anders System von Ladestationen, was generell möglichst frühzeitig bei der Planung zu berücksichtigen ist.

Brennstoffzellen als ökologischer Antrieb würden den Einsatz eines Car-Sharingmodells ebenso erleichtern.

Der Zeithorizont für autonomes Fahren (Level 5) liegt bei 20-30 Jahren. Bis dahin könnte auch der Brennstoffzellen­motor serienreif und auch die Energie-Effizienz der Wasserstoffenergiekette verbessert sein.

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